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Gemeindevertretung Felm / Jugendarbeit / Notfallinfopunkt / Benutzung der gemeindlichen Liegenschaften / Eingeschränktes Halteverbot im Kieler Weg / Antrag auf Wiedereinsetzung der Fachausschüsse / 12. Juni 2026
Interessen der Jugendlichen rücken in den Fokus der Felmer Kommunalpolitik: Gemeindevertretung wählt Linnea Fabel zur Jugendbeauftragten
Seit dem 9. Juni 2026 hat Felm mit Linnea Fabel eine Jugendbeauftragte: Die 16-Jährige wurde auf der Sitzung der Gemeindevertretung in der Bürgerbegegnungsstätte (Alte Schule) in Felmerholz einstimmig von allen Fraktionen gewählt. Bürgermeister Hermann-Josef Thoben gratulierte herzlich und freut sich auf die Zusammenarbeit.
Weitere Themen der letzten Sitzung vor der Sommerpause waren u. a. das weitere Vorgehen in der Jugendarbeit, Gruppenreduzierung in der Kita, Einrichtung eines Notfallinfopunktes, 1. Änderungssatzung zur Satzung über die Benutzung der gemeindlichen Liegenschaften und ein gemeinsamer Antrag von CDU und SPD auf Wiedereinführung der Fachausschüsse.
Die Jugendarbeit in der Gemeinde Felm nimmt wieder an Fahrt auf. Sichtbares Zeichen dafür ist zum einen die Wahl von Linnea Fabel zur Jugendbeauftragten der Gemeinde, zum anderen die Zustimmung der Politik zu einem Angebot der AWO Gettorf in Bezug auf eine professionelle Jugendarbeit in Felm.
Die Aufgaben der neuen Jugendbeauftragten
Vertretung der Interessen der Jugendlichen gegenüber der Gemeinde sowie Unterstützung der Zusammenarbeit von Jugend, Gemeinde und Amtsverwaltung sind die Aufgaben der neuen Jugendbeauftragten. Linnea Fabel nahm die Wahl an und freut sich auf ihre Aufgaben. Bereits in den Sommerferien will sie aktiv werden.
Professionelle Jugendarbeit durch die AWO
Unterstützung findet sie in der professionellen Jugendarbeit der AWO Gettorf / Wohnen, Leben und Arbeit gGmbH. Die Gemeindevertretung beschloss einstimmig, das vorliegende Angebot der AWO anzunehmen. Bereits in den Sommerferien soll eine Betreuung von Kindern zwischen sechs und zehn Jahren angeboten werden. Ein erstes Projekt soll die Renovierung des Jugendraums „Schlupfloch“ im Dachgeschoss der Grundschule sein. Dafür nimmt die Gemeinde Geld in die Hand. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 12.000 Euro. In 2026 betragen die Kosten für die professionelle Jugendarbeit der AWO 7000 Euro. Der Haushaltsansatz ist durch Mittel aus dem Haushalt gedeckt.
Seit der Kommunalwahl 2023 gibt es in Felm keine Fachausschüsse mehr
Seit der Kommunalwahl im Mai 2023 stellt die WGF Dänischer Wohld mit sechs von elf Sitzen die absolute Mehrheit in der Gemeindevertretung. Mit dieser Mehrheit änderte die Wählergemeinschaft 2023 die Hauptsatzung der Gemeinde, indem sie die Fachausschüsse durch einen Gemeindeausschuss ersetzte. In Facharbeitsgruppen, denen auch Bürgerinnen und Bürger angehören können, werden verschiedene Themenbereiche im Vorfeld diskutiert.
„Ein bewährtes System ist abgeschafft worden. Jetzt wird viel geredet und wenig gemacht.“
Seit der Umsetzung protestieren die Fraktionen von CDU (drei Sitze) und SPD (zwei Sitze) in regelmäßigen Abständen dagegen. Auf der Gemeindevertretersitzung am 9. Juni stand das Thema in Form eines gemeinsamen Antrags beider Fraktionen erneut zur Diskussion und zur Abstimmung. Holger Hackauf, Fraktionssprecher der CDU, begründete den Antrag: „Über 50 Jahre gab es in der Gemeinde Felm einen Finanzausschuss, einen Ausschuss für Schule, Jugend und Sport sowie einen Bauausschuss. Ein bewährtes System ist abgeschafft worden. Jetzt wird viel geredet und wenig gemacht.“
„Außerdem würde es dem Gesamtsystem guttun, wenn wir mehrere Ansprechpartner haben.“
Unterstützung kam von der Fraktionssprecherin der SPD, Isabel Schunck: „Mit Fachausschüssen kann man die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. Außerdem würde es dem Gesamtsystem guttun, wenn wir mehrere Ansprechpartner haben.“ Beide Fraktionssprecher betonten, dass man die kompetente Beratung durch die Verwaltung, wie sie bei den Sitzungen der Fachausschüsse üblich sei, vermisse.
„Ich bin der Überzeugung, dass es mit einem Gemeindeausschuss gut ist. Auf diese Weise müssen wir nicht drei Mal das Gleiche behandeln.“
Daniela Czapp, Fraktionsvorsitzende der WGF, widersprach: „Ich bin der Überzeugung, dass es mit einem Gemeindeausschuss gut ist. Auf diese Weise müssen wir nicht drei Mal das Gleiche behandeln.“ Außerdem versuche sie als Vorsitzende des Gemeindeausschusses, bei vielen Themen Fachberatung von der Amtsverwaltung zu bekommen.
Stimmengleichheit – gemeinsamer Antrag von CDU und SPD wurde abgelehnt
Bei der anschließenden Abstimmung gab es fünf Nein-Stimmen, fünf Ja-Stimmen und eine Enthaltung. Somit wurde der Antrag von CDU und SPD auf Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde durch Wiedereinführung der Fachausschüsse aufgrund der Stimmengleichheit abgelehnt.
Notfallinfopunkte auf kommunaler Ebene
Die veränderte weltpolitische Lage erfordert eine verstärkte Wachsamkeit und Vorsorge auf kommunaler Ebene. Die Untere Katastrophenschutzbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde hat ein Konzept für die Einrichtung von Notfallinfopunkten auf kommunaler Ebene erstellt. Mit dem Ziel, in jeder Gemeinde eine zentrale und erreichbare Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, um im Krisenfall – das kann zum Beispiel ein flächendeckender Stromausfall sein – Informationen weitergeben und Notrufe absetzen zu können.
Gebäude der Grundschule als Notfallinfopunkt
Die Einrichtung eines Notfallinfopunktes ist eine freiwillige Entscheidung der Gemeinde. Das Gebäude der Grundschule soll laut Beschluss der Felmer Gemeindevertretung als Notfallinfopunkt ausgewiesen werden. Die Vewaltung wurde beauftragt, die notwendige Ausstattung für die Ausbaustufe „Mindestanforderungen“ zu beschaffen.

Zunächst werden die Mindestanforderungen erfüllt
Das sind die „Mindestanforderungen“: Benennung des Standorts, Sicherung der Notruf-Möglichkeit/Weitergabe von Informationen. Dafür soll der Gemeinde ein Digitalfunkgerät vom Kreis kostenfrei (aus Landesmitteln) zur Verfügung gestellt werden. Für die Einrichtung in dem Gebäude der Grundschule werden eine Beschilderung, Schreibmaterialien, ein Schwarzes Brett, eine Akkubeleuchtung und ein Kurbelradio angeschafft. Die Kosten belaufen sich auf rund 450 Euro.
Erhöhung der Gebühren für Nutzung der gemeindlichen Liegenschaften
Diskussionsbedarf gab es zum TOP „1. Änderungssatzung zur Satzung über die Benutzung der gemeindlichen Liegenschaften“. Einigkeit herrschte über die Erhöhung der Gebühren. In der Gemeinde können im Ortsteil Felm die Mehrzweckhalle und das Dörpshus gemietet werden, im Ortsteil Felmerholz die Alte Schule. Gemeindeangehörige Privatpersonen zahlen jetzt eine Nutzungsgebühr von 100 Euro, Privatpersonen von außerhalb zahlen ab sofort 200 Euro.
Bislang keine großen Schäden
Strittig war das Thema Kaution. Ursprünglich sah die Änderungssatzung die Zahlung einer Kaution von 250 Euro pro gemietetem Raum vor. Bürgermeister Thoben erklärte, rund 40 bis 40 Mal im Jahr würden die Räume gemietet. „Bisher hat es keine großen Schadensfälle gegeben.“ Mit jedem Mieter führe er im Vorfeld Gespräche und händige ihm die Satzung aus, die klare Regeln für den Schadensfall enthält.
Die Sache mit der Kaution
Er plädierte für ein schlankes Verfahren und den Verzicht auf die Kaution. Unterstützung kam von seiner Fraktion: Der Personal- und der Zeitaufwand seien einfach zu groß. Am Wochenende ließe sich auch niemand so einfach finden, der Schlüsselabgabe, Kontrolle des Raumes und Rückgabe der Kaution übernehmen würde. Und der Bürgermeister sei schließlich kein Hausmeister. Isabel Schunck (SPD) würde gern die Kaution und die damit verbundene Kontrolle einführen. „Ich möchte damit die Wertschätzung unserer Immobilien unterstreichen, damit die Leute gut mit unseren Räumen umgehen.“
Zustimmung zum Kompromissvorschlag
Von Kristof Heise (WGF) kam ein Kompromissvorschlag. Man solle so verfahren wie bisher, da es keine größeren Schadensfälle gegeben habe. Den Reinigungskräften falle am nächsten Tag sofort eine etwaiger Schaden ins Auge. Sollte es in Zukunft zu „schlimmeren Schäden“ kommen, könne man immer noch über eine Kaution nachdenken. Bei der anschließenden Abstimmung gab es sieben Ja-Stimmen und vier Nein-Stimmen – damit verzichtet die Gemeinde auf die Einführung einer Kaution.
Keine Nebelmaschinen
Als Reaktion auf die Bemerkung einer Bürgerin in der Einwohnerfragestunde soll der Passus „Nebelmaschinen sind nicht erlaubt“ in den Bescheid für die Mieter aufgenommen werden.
In Kürze:
Eingeschränktes Halteverbot in Felmerholz Kieler Weg: Um den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Rathmannsdorf-Felmerholz ein ungehindertes Aus- und Einrücken zu gewährleisten, wurde seinerzeit im Kieler Weg das Verkehrsschild „Eingeschränktes Halteverbot“ aufgestellt. Das wurde Richtung Dorfmitte versetzt und steht jetzt direkt vor der Alten Schule/Abzweigung Am Spritzenhaus. Grund ist nach Auskunft des Ordnungsamtes der Amtsverwaltung, dass zum einen die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mehr Raum bräuchten und zum anderen, dass die Ausfahrten gegenüberliegender Grundstücke durch parkende Fahrzeuge blockiert würden.

Durch das eingeschränkte Halteverbot soll das verhindert werden. Bei größeren Veranstaltungen wie Spielplatzfest wird das Schild abgehängt – das Parken auf dem Kieler Weg ist in dem Moment zulässig. Ansonsten bedeutet das eingeschränkte Halteverbot, dass Parken verboten, aber ein Halten für bis zu drei Minuten zum Ein- oder Ausladen erlaubt ist.
Dorffest Felm: Bürgermeister Thoben dankt allen, die an der Vorbereitung und an der Organisation des Dorffestes beteiligt sind. Am Samstag, 13. Juni 2026, startet es um 14 Uhr in Felm mit einem Umzug ab dem Dörpshus. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr begleitet den Umzug. Bis 18 Uhr finden auf dem Platz vor Feuerwehrgerätehaus/Schule/Dörpshus Spiele für die Kinder statt. Vereine und Verbände stellen sich an Ständen vor. Für Essen und Trinken ist gesorgt.
Spielplatzfest Felmerholz Trinkwasserversorgung: Am Samstag, 29. August, findet das 30. Felmerholzer Spielplatzfest statt. Bislang lieferte das alte Feuerwehrgerätehaus das Frischwasser für Veranstalter und Publikum. Jetzt wird das Grundstück verkauft und für die Wasserversorgung musste eine Alternative geschaffen werden. Diese wurde in Form eines „trinkwasserzugelassenen Tanks“ gefunden. Eine angedachte Doppelnutzung als Löschwasser für die Feuerwehr findet nicht statt.
Grundstück An den Wurth: Das ehemalige Spielplatzgrundstück in der Straße An de Wurth ist so gut wie verkauft. Es liegt ein endgültiges Angebot liegt vor.
Seniorenfahrt: Die diesjährige Seniorenfahrt findet am 8. August statt. Der Kostenbeitrag pro Person beträgt 20 Euro. Das Ziel wird in Kürze genannt.
Gruppenreduzierung Kita Felm: Aufgrund sinkender Kinderzahl werden die Regenbogengruppe sowie die Ergänzungs- und Randzeitgruppen Regenbogen jeweils auf eine mittlere Gruppe reduziert.
Attraktive Arbeitsbedingungen: Die Gemeinde befürwortet weiterhin attraktive Arbeitsbedingungen für neue und bereits eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde. So gibt es Benefits in Form eines monatliches Zuschusses von 30 Euro für den Kauf eines Fahrrads/E-Bikes, das Jobticket, einen Tankgutschein oder die GivveCard. Die Förderung wurde befristet bis 2029 beschlossen.
Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“: Aus dem Anteil des Landes Schleswig-Holstein am Sondervermögen steht der Gemeinde Felm nach dem Verteilungsschlüssel die Summe von 546.074,48 Euro zu. Über den Verwendungszweck kann die Gemeinde frei entscheiden, wenn er für folgende Infrastrukturbereiche zutrifft: a. Bevölkerungsschutz, b. Verkehrsinfrastruktur, c. Krankenhaus-, Rehabilitations- und Pflegeinfrastruktur, d. Energie- und Wärmeinfrastruktur e. Bildungsinfrastruktur f. Betreuungsinfrastruktur, g. Wissenschaftsinfrastruktur, h. Forschung und Entwicklung sowie i. Digitalisierung bzw. j. Auffangförderbereich gem. § 6 Absatz 2 VV LuKIFG.
Anträge müssen bis 2036 vorliegen
Bis zum 31.Dezember 2036 müssen die Maßnahmen beantragt, bis Ende 2042 umgesetzt sein. Die Verwaltung rät der Gemeinde, die Mittel innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verwenden. Die Gemeindevertretung nahm das zur Kenntnis. Bürgermeister Thoben sagte, die Gemeinde werde sich Gedanken machen, für welche Investitionen das Geld verwendet werden soll. Ein Beschluss wurde nicht gefasst.