Facharbeitskreis Jugend in Felm / Erste Kinder- und Jugendversammlung / 17. April 2026
Original Text: https://www.amt-daenischer-wohld.de/politik-amt-gemeinden/aktuelles-aus-der-kommunalpolitik/felm/
Alle Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren hatten jüngst ganz Old School Post von der Gemeinde bekommen. Der Brief enthielt eine Einladung zur ersten Kinder- und Jugendversammlung im „Schlupfloch“. Linnea Fabel, Heino Schadwald und Mirjam Fiedler vom Facharbeitskreis Jugend wollten von den Kindern und Jugendlichen wissen, was sie sich von und in der Gemeinde wünschen.
Von der Resonanz auf ihre Einladung waren die drei positiv überrascht. Insgesamt 34 Mädchen und Jungen, aufgeteilt in drei Altersgruppen, waren gekommen. Im Gepäck hatten sie jede Menge Vorschläge und Wünsche, die teilweise in die zukünftige Jugendarbeit der Gemeinde einfließen sollen.
Die Jugendarbeit hat in der Gemeinde Felm Tradition: In den 1990er-Jahren wurde sie gestartet, liegt aber seit rund fünf Jahren brach. Der Grund ist einfach: Es fehlte an interessierten Kindern und Jugendlichen. Jetzt habe sich durch Zuzug und Neubaugebiete die Zahl der jungen Menschen wieder erhöht und damit auch der Bedarf, so Heino Schadwald. Der Gemeindevertreter (SPD) hat gemeinsam mit Linnea Fabel (16) federführend an der Gründung des Facharbeitskreises Jugend der Gemeinde Felm mitgewirkt. Die Aufgabe des Facharbeitskreises ist die Wiederbelebung der Jugendarbeit in Felm.
Ganz oben auf der Wunschliste: ein eigener Raum
22 Kinder in der Altersgruppe sechs bis zehn Jahre, sechs Jugendliche in der Altersgruppe 11 bis 13 Jahre und sechs Jugendliche in der Altersgruppe 14 bis 18 Jahre waren der Einladung gefolgt – jede Gruppe hatte ein eigenes Zeitfenster. Brainstorming und Mindmap waren bei diesen Treffen angesagt – schnell kamen die Wünsche und Vorschläge aus jeder Gruppe zusammen. Ein Wunsch stand bei allen ganz oben auf der Liste: Die Kinder und Jugendlichen wünschen sich einen eigenen Raum.
Das Schlupfloch ist veraltet, in keinem guten Zustand und muss renoviert werden.
Mit dem „Schlupfloch“ oben im Dachgeschoss der Grundschule haben sie ihn zwar gefunden, aber: „Das Schlupfloch ist veraltet, in keinem guten Zustand und muss renoviert werden“, sagt Heino Schadwald. Die positive Nachricht: „Die Jugendlichen wollen sich aktiv in die Renovierung des Schlupflochs einbringen“, erklärt Linnea Fabel. Die älteren Jugendlichen wünschen sich zudem offenes WLAN, Beamer und Leinwand für Kinoabende sowie eine USB- und Bluetooth-fähige Boombox.
Die Jugendlichen wollen sich aktiv in die Renovierung des Schlupflochs einbringen.
Weitere Wünsche, die mehrheitlich in den drei Gruppen genannt wurden, sind unter anderem: Ausflüge in die nähere Umgebung, gemeinsames Kochen und Basteln, gemeinsames Bauen (zum Beispiel ein Baumhaus), Lagerfeuer mit Stockbrot, Discoabende, LAN-Partys, Dart- oder Billardturniere, Kletterwand, gemeinsames Spielen und Fußball zum Spaß.

Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort
Gute Vorschläge, so der Facharbeitskreis Jugend. Der strebt eine Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort an, um Synergien zu schaffen und zu nutzen. Erfreulich ist die Tatsache, dass sich vier Mädchen aus der Altersgruppe 14 bis 18 Jahre bereit erklärt haben, sich aktiv an der Jugendarbeit zu beteiligen.
Es soll eine kontinuierliche Jugendarbeit stattfinden, und die Jugendlichen hoffen darauf, dass kurzfristig einige von ihren Wünschen realisiert werden können.
Eines ist allen wichtig, sowohl den Sechsjährigen als auch den älteren Jugendlichen: „Es soll eine kontinuierliche Jugendarbeit stattfinden, und die Jugendlichen hoffen darauf, dass kurzfristig einige von ihren Wünschen realisiert werden können“, so Linnea Fabel und Heino Schadwald. Die beiden wollen die Begeisterung der Jugendlichen mitnehmen. Denn vor allem Heino Schadwald weiß: „Die große Herausforderung wird sein, die Kinder und Jugendlichen bei der Stange zu halten.“

Möglichst schon in diesen Sommerferien Angebote
Deswegen soll es möglichst schon in diesen Sommerferien Angebote geben. Das erste Angebot fand bereits am 10. April statt: An dem Nachmittag hatte der Facharbeitskreis Jugend zu einem Geländespiel rund um das „Schlupfloch“ eingeladen, an dem zwölf Kinder teilnahmen. „Die Rückmeldung der Kinder war absolut positiv“, freut sich Linnea Fabel.
Überlegung für die Zukunft
In dem Facharbeitskreis gibt es die Überlegung, die Jugendarbeit in Felm wieder an einen professionellen Träger zu übergeben, um eine kontinuierliche Jugendarbeit zu gewährleisten. Dem Facharbeitskreis Jugend gehören mittlerweile quer durch alle Altersgruppen 18 Felmerinnen und Felmer an – von Jugendlichen bis Ende 70.
Bürgermeister Hermann-Josef Thoben (WGF Dänischer Wohld) begrüßt die Aktivitäten. Die weitere Entwicklung der Jugendarbeit müsse in der Gemeindevertretung thematisiert werden.